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Erfahrener Benutzer
Das Tarot und die Moderne
Hallo ihr Lieben 
Ich hab ein Weilchen hier gelesen und wie immer wenns um das Tarot geht finde ich die Beschreibungen für mich persönlich sehr nachvollziehbar, auch verständlich (wenn auch nicht immer, da ich vom hebräischen nicht unbedingt so viel Ahnung hab, obwohl ich die Bibel gelesen habe) und sehr aufschlussreich.
ABER eben nur für mich.
Wie gebt ihr diese doch stellenweise komplizierten Infos an Fragende rüber?
Oder anders gefragt wie rafft ihr diese massiven Informationen für die Menschen, die sich mit dem Thema NICHT beschäftigen und die sich für diese Zusammenhänge nicht interessieren zusammen?
Ich frage deswegen, weil ich nämlich das Tarot eigendlich nur für mich lege und fast gar nicht für andere.
Hatte zu meiner Tarot Anfangszeit oft das Buch dabei und dann Passagen draus vorgelesen und nur verständnislose Blicke geerntet.
*gespannt und freudig auf Antworten wartet*
Lieben Gruss
Leylanea
Man kann den Hintern schminken wie man will, ein ordentliches Gesicht wird nie daraus.
William Shakespeare
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Liebe Leylanea 
ja eine interessante frage die du da stellst. eine frage, die sehr persönliche antworten zulässt und deshalb schreib ich einfach mal wie sich dieses thema für mich anfühlt.
ich stelle immer wieder fest, dass die im tarot angesprochenen themen sehr viele menschen interessieren, menschen von denen ich es gar nicht gedacht hätte, hören plötzlich ganz interessiert zu. vielleicht weil sie spüren, dass 'es' in ihnen wohnt, das was uns das tarot sagen möchte. und ich glaube auch dass der mensch das Allgemeingültige sucht. und darin liegt vielleicht eine faszination wenn man dann über tarot spricht. etwas was wir individuell in uns fühlen, bekommt eine art schema, verbindlichkeit, zeigt absolutheit auf. es ist als bekäme man eine sprache dazugeschenkt.
dies steht im widerspruch zu deinen erfahrungen, das ist mir bewußt, dennoch erlebe ich es so. gerade in den letzten monaten, traf ich auf (relativ) viele (gerade auch sehr 'einfache' menschen) die sofort verstanden haben
vielleicht dass leben nichts ist was sich nur außen abspielt, uns nur auferlegt ist. sondern, dass sich darin unsere energien widerspiegeln(also die fähigkeit arbeit zu verrichten; die menge der energie bleibt immer konstant = vielleicht ein ansatz, dass tarot doch nicht als 'fass ohne boden' sehen zu lernen *zwinker*, sondern als bildervorschlag zur kreativen umwandlung von energie in arbeit. lt. wikipedia: die energie des systems selbst lässt sich nicht messen (aber mit tarot vielleicht bildhaft doch wenigstens darstellen *grübel*). Sie (die energie) zeigt sich nur durch die, durch das system verrichtete arbeit (unser leben??). wenn die von uns verrichtete arbeit dann wirklich unser leben ist, hilft tarot vielleicht doch, etwas zu verändern. durch rechtzeitiges bewußt- und fühlbarmachen der energie. diese so einzusetzen, dass sie uns weiterbringt. das wieviel ist uns wohl vorgegeben, aber das wohin können wir gestalten .
**uff, das war bestimmt nicht mehr verständlich, sorry**
vielleicht sprichst du noch ein anderes 'problem' an? wie diese fülle, die im tarot liegt, transportieren, verständlich rüberbringen?? aber ich glaube, das ist übungssache und je vertrauter man mit den karten wird, umso leichter fällt es. wichtig denke ich,ist es wie bei allen karten, sie irgendwie zu verstehen, dh. sie müssen schon mit einem reden, das verständnis fürs archetypische, die intuition anregen.
war schön, sich über dieses thema gedanken zu machen
Geändert von Vianova (07.02.2007 um 12:59 Uhr)
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Erfahrener Benutzer
Ganz lieben Dank für deine Antwort!!
Allerdings muss ich das heut Abend nochmal in Ruhe lesen und mir paar Gedanken drüber machen 
Übrigens heiss ich auch Astrid *kicher*
Lieben Gruss
Leylanea
Man kann den Hintern schminken wie man will, ein ordentliches Gesicht wird nie daraus.
William Shakespeare
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Erfahrener Benutzer
Hallo nochmal 
Hab in Ruhe gelesen und die Worte auf mich wirken lassen. Ich hoffe nicht dass meine Anfrage überheblich rüberkam, denn so war es sicherlich nicht gemeint!
Es ging mir tatsächlich darum, wie du es so schön beschrieben hast die Fülle dessen was das Tarot hergibt verständlich in Worte zu packen.
Zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass Menschen eher selten an ihrem Innen interessiert sind. Sie legen Wert darauf zu erfahren was so von aussen auf sie zu kommt. Das Tarot haut einem aber manchmal recht ungeschminkt Dinge um die Ohren die tief im Inneren ihre Wurzeln haben.
Ich finde aber sehr beruhigend, dass du gegenteilige Erfahrungen gemacht hast, denn ich mag das Tarot gerade wegen seiner Ehrlichkeit besonders gern.
Vielen Dank auch für deine ehrlichen Worte!
Ganz liebe Grüsse
Leylanea
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William Shakespeare
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Hallo Leylanea,
ich wollte dir nur noch schreiben, dass ich sehr gut verstehe, was du meinst. es ist wirklich eine fülle von informationen in den karten enthalten. sehr stark ist nach meiner meinung einfühlungsvermögen und intuition gefragt, dennoch geben die karten eine klare aussage, die nicht umgangen werden kann. man sollte nur sagen, was man wirklich sieht (vor allem aufgrund erworbenen wissens), was man also im zweifel begründen kann. ich glaube, dann findet man auch die worte dafür. sollte die deutung dann doch nicht 'ankommen', gibt es auch noch die möglichkeit, dass der für den du die karten gezogen hast, einfach noch nicht soweit ist, nicht hinschauen möchte. Wenn du nach dem Wie bring ich es rüber?fragst denke ich auch ein bißchen an die ethik bei der deutung.
Hierzu schreibt zum beispiel maria szepes, dass es wichtig sei 'Konstruktive Gedankenkeime' zu setzen. Sie schreibt in ihrem buch 'die geheimen lehren des abendlandes' zu dem thema tarot z.B. auch folgendes:
...die begegnung zwischen tarot karte und mensch enthält stets eine mahnung, eine diagnose und ein arkanum... die tarot symbole beleuchten die negativen und positiven elemente des charakters (Anm.: doch dass sei es nicht allein schreibt maria szepes, es gehe dabei darum positive gedankenkeime zu setzen) ...Dies ist freilich nur dann erfolgreich wenn der patient (sie vergleicht die kartenlegung mit einem arztbesuch) mithilft und sich im Unbewußten nicht krampfhaft an seine giftigen herde oder seine vermeintlich unentbehrlichen hemmungen klammert, die häufig nur etwas anderes verbergen... das tarot versucht also zu jenen verborgenen gedanken und motiven vorzudringen, die die symptome auslösen und das menschliche schicksal weben...
Wichtig scheint mir auch noch, sich immer an die fragestellung zu erinnern und auf diese einzugehen, so lässt sich glaube ich am leichtesten ein roter faden entwickeln.
Viel erfolg für dein lernen und deine legungen wünsch ich dir.
Geändert von Vianova (27.02.2007 um 14:14 Uhr)
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