Viele Menschen fragen sich, warum es so viel Leid und Not auf dieser Welt gibt. Und sie fragen immer wieder, warum läßt Gott das zu? Warum trifft es gerade mich?
In diesem Zusammenhang begegnet uns immer wieder das Wort KARMA.
Was ist Karma? Der Begriff stammt aus Asien, es ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet "Tat, Handlung".
In den von Buddhismus und Hinduismus geprägten Kulturen versteht man unter Karma das Gesetz des Ausgleichs zwischen den verschiedenen Leben eines Menschen. Je nach seinem Lebenswandel, ob gute oder ungute Taten erfolgten, gestaltet sich sein jeweiliges "Schuldenkonto".
Hat ein Mensch in einem Leben Fehler begangen, - so die landläufige Meinung - wird er in seinem nächsten Leben dafür bestraft. Diese Vorstellung von Bestrafung ist nur allzu menschlich.
Bei uns im christlichen Abendland leugnen die Kirchen schlichtweg die Möglichkeit der Wiedergeburt. Der Gedanke an mehrere Leben wird verdammt, zumal er die kirchliche Lehre von ewiger Bestrafung oder ewiger Belohnung, je nach dem Verhalten eines Menschen in einem einzigen Lben, absurd erscheinen lassen würde.
Aber die ursprüngliche christliche Lehre wurzelt im Judaismus und den Lehren der Essener. Dort ist der Glaube an die Wiedergeburt tief verankert. Auch die abendländischen Christen würden die Lehre der Reinkarnation als festen Bestandteil unseres Glaubens vertreten, hätte nicht ein Konzil im 6. Jahrhundert mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen, dieses Gedankengut fortan auszutilgen. Die Bibel wurde dementsprechend "bereinigt".
Karma im christlich-esoterischen Sinne bedeutet: "Wiederherstellung der Harmonie".
Der Mensch legt im jenseitigen Zustand der "Nur-Seele", bevor er eine Geburt anstrebt, dieses künftige Leben mit seinen Lernschritten, vergleichbar einem Unterrichtsplan, fest. Nach seiner Geburt ist er in seinem Körper gefangen und ohne jegliches Erinnerungsvermögen an seine "Lebens- und Lernplanung". Im Laufe seines Lebens bekommt er nun schrittweise diesen Plan vorgesetzt, und es steht ihm frei, Lernprozesse anzunehmen oder abzulehnen.
Nach dem Tod, wieder als "Nur-Seele", erkennt er, welche Entwicklungen und Aufgaben er in der menschlichen Existenz versäumt hat. Der Mensch ist also sein eigener Richter. Das stimmt ganz überein mit den zahlreichen Schilderungen von reanimierten Menschen, die im klinischen/medizinischen Sinne tot waren. Sie berichteten alle übereinstimmend, daß sie einen langen Tunnel passieren mußten, an dessen Ende ein herrliches, liebevolles Licht sie empfing. In diesem Zustand wurde ihnen "ihr Lebensfilm" gezeigt. Er lief vor ihrem Geist ab und sie selbst beurteilten ihr Leben.


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