Liebe Simone,
ich möchte Dir gerne einige Anhaltspunkte bezüglich des Umganges mit Meditation geben. Natürlich gibt es da auch unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema.
Aber vielleicht kannst Du ja etwas für Dich aus den Aussagen herausfischen
ich danke dir, es hat aber noch einige Fragen mehr in mir ausgelöst.
Der leibliche Bezug
Solche Erlebnisse können durchaus als angenehm aber auch oftmals als sehr unangenehm erlebt werden. Sie fördern aber lediglich eine Weltflucht oder geistige Verstiegenheit und tragen wenig dazu bei, eine wirkliche Wandlung herbeizuführen.
Es war einfache Neugierde, ob sich überhaupt was tut. Du meinst ich habe nun meine Weltflucht oder geistige Verrücktheit gefördert? Obwohl ersteres tue ich auch schon im Bewußten Sein. Bei dem was mich umgibt, da gibt es bestimmt viele die Flüchten.
Die Rolle des bewussten Ichs
Wenn wir aber nach mehr Seinsfühlung und Seinstiefe streben, werden wir manchmal auch unangenehmen Erlebnissen begegnen. Hierzu ist eine gut gespannte Ich-Kraft wichtig, um nicht überschwemmt zu werden.
Habe ich nicht schon viel Ich-Kraft bewiesen, indem ich nicht abgehoben bin, sondern eher Bodenbeständigkeit bewiesen habe? War das ganze nicht eher ein zu mir selbst gezogenwerden?
Die Einsicht in die Einheit setzt die Einsicht in das, was uns von ihr trennt, voraus. Graf Dürckheim hat dies einmal so beschrieben: „Wo der Mensch sich, z. B. in geistlicher Übung, nur dem Lichten zugewendet hält, sich um das Dunkle in ihm aber nicht kümmert, bleibt ihm der Teufel im Nacken.“ Auch für die Meditation gilt: Zuerst muss das Ich etwas tun. Dann erst können wir erfahren, dass ganz ohne eigenes Zutun etwas auf uns zukommt und wir etwas empfangen, das uns verändert.
Wie du so schön sagst der Teufel sitzt im Nacken, er ist nicht zu sehen, also wie kann ich dann erkennen? Wie kann eine Wandlung erfolgen, wenn ich keine Erkenntnis habe wo mir das Stück zur Einheit fehlt? Beginnt diese Wandlung nicht schon im Versuch?
Lieben Gruss
Evelin
Lesezeichen