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Tinkturen selbst herstellen
Um eine Tinktur herzustellen braucht man Kräuter und eine alkoholhaltige Flüssigkeit.
Man kann Doppelkorn oder Wodka verwenden oder auch hochprozentigen Weingeist aus der Apotheke.
Für die meisten Zwecke reicht ein handelsüblicher Doppelkorn. Wenn die Tinktur jedoch besonders stark sein soll, braucht man Weingeist mit 70% Vol. oder 95% Vol.
Auch wenn die Pflanzenteile frisch und sehr wasserhaltig sind, empfiehlt sich eher die Verwendung von Weingeist, weil die Flüssigkeit in den Kräutern die alkoholische Flüssigkeit verdünnt.
Damit die Tinktur sich lange hält, braucht sie nämlich einen gewissen Alkoholgehalt.
Zutaten- Kräuter
- Doppelkorn oder Weingeist
Anleitung- Füllen Sie die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas.
- Lassen Sie noch etwa die Hälfte Platz im Glas.
- Giessen Sie Doppelkorn über die Kräuter, bis sie gut bedeckt sind.
- Verschliessen Sie das Glas.
- Lassen Sie die Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort ziehen.
- Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
- Nach der Wartezeit wird die Tinktur abgefiltert. Dazu eignet sich ein Kaffeefilter.
- Stülpen Sie den Kaffeefilter über ein zweites Glas.
- Giessen Sie die Tinktur durch den Kaffeefilter.
- Die fertige Tinktur tropft in das zweite Glas.
- Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
- Verschliessen Sie die Flasche.
- Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.
- An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.
grüssle
Iris
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Erfahrener Benutzer
Hallo Iris,
das klingt interessant!
Bloß... Hast du auch ne Liste oder sowas von Kräutern, wo dabei steht, was die bewirken? Ich kenne mich mit dem Bereich gar nicht aus!
Ich nehme auch gern weiterführende Links an, falls du welche zur Hand hast 
Alles Liebe
Julia
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Gesperrt
hallo julia,
hier mal ein paar Kräuterchen,
Arnika
Arnika war als Arznei schon bei den Germanen bekannt. In der Volksmedizin bei Wunden und Entzündungen, als Kreislaufstimulans und altes Abortivum. Heute verwendet man die Blüten in Salben, Tinkturen und Fertigpräparaten äußerlich zur Wundbehandlung bei Prellungen, Zerrungen, aber auch gegen rheumatische Beschwerden.
Augentrost
Schon bei Theophrast und Dioscurides erwähnt, ist der Augentrost ein altes Volksheilmittel gegen Augenerkrankungen. Man verwendet die blühende Pflanze. In der Homöopathie bereitet man aus frischem Kraut eine Tinktur gegen Konjunktivitis, Lidrand- und Hornhautentzündung und andere Augenerkrankungen.
Baldrian
Hoch reckt der Baldrian seine schlanken kräftigen Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten sanft im Winde wiegen. Kein Wunder, dass er zart beruhigend auf das Nervensystem und den Körper wirkt.
Anwendung: Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder - krämpfe) kann Baldrian alsTee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuss und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte in jedem größeren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen, weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.
Beinwell
In der Volksmedizin als "Heilwurz" sehr bekannt. Beinwell wirkt schmerzstillend bei Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen und Sportverletzungen. Früher wurde Beinwell auch zu Wundheilung bei Hautausschlägen, Furunkel, Abszessen und den sogenannten "offenen Beinen" angewendet. Heute ist Beinwell bei nicht-intakter Haut nicht mehr gebräuchlich wegen der giftigen Anteile.
Goldrute
Die Goldrute ist das üppige Gelb des Spätsommers. In großen Kolonien wächst sie auf Schotter und an Wegen und lässt die Welt ein wenig leuchten, wenn die Blumen des Hochsommers längst verblüht sind.
Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt stark harntreibend.
Wirkung: harntreibend, blutreinigend, Blasenentzündungen, Nierengrieß und -Steine, Nierenleiden, Störungen der Harnabsonderung, Wundheilung, Rheuma, Gicht.
Kamille
Die Kamille bietet ihre Hilfe schon lange an, sie begleitet uns schon seit der jüngeren Steinzeit. Kamillentee wirkt vor allem bei Magen-Darmbeschwerden. Warme Umschläge mit Kamillentee und Kamillenbäder heilen Wunden, Entzündungen und Geschwüre. Bei Erkältungen hilft ein Kamillendampfbad.
Ringelblume
Ursprungsland Ägypten. Seit dem 12. Jhdt. in europäischen Gärten kultiviert. Im Mittelalter gegen Kopfgrind, Tierbisse, gemischt mit Ingwer als Magenmittel und bei Erkrankung der Milz. Heute vorwiegend äußerliche Anwendung als Umschlag, Salbe und Ölauszug.
wirksam bei: Blutergüssen, Gallenbeschwerden, Geschwüre, Magen- und Darmstörungen, Hautleiden, Quetschungen, Zerrungen, Verstauchungen, schlecht heilende Wunden, Wundliegen, Ekzeme ...
Die Ringelblume ist nicht nur als Heilpflanze bekannt, sondern steht auch in vielen Gärten als besonders üppig blühende Zierde.
Ab Juni taucht sie viele Bauerngärten in leuchtendes Orange.
grüssle
Iris
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Erfahrener Benutzer
Hallo Iris,
danke für diese Zusammenfassung!
Ich werds mir mal ausdrucken und auf die Suche nach weiter gehenden Informationen gehen, du hast mich echt auf ne Sache aufmerksam gemacht, die ich gern in meinem Leben vertiefen würde 
Danke dafür!
Alles Liebe
Julia
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