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  1. #1
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    Zeit der Kräuter

    Hallo Ihr Lieben...

    es ist Frühling und damit beginnt wieder die Zeit des Kräuter sammeln...
    (wenn man es denn macht )
    mich würde interessieren ob ihr gewisse Kräuter sammelt oder gar alte Heilkräutertips habt...

    da ich mich schon sehr lange mit Kräutern und alternativen Heilmethoden beschäftige, finde ich das Thema sehr interessant.

    Was sehr wichtig ist (und heutzutage oft falsch gemacht wird) wenn man einen Heilkräutertee zubereitet ist die Zeit des "ziehen lassens"...
    verwendet man frische Kräuter dann lässt man den Tee höchstens 30 Sekunden ziehen, bei getrockneten Kräutern maximal 2 Minuten. Der Tee darf höchstens hellgrün bzw. hellgelb sein, nie dunkel...(das hat damit zu tun, dass die heilbringenden Stoffe der Heilkräuter in den ersten Minuten freigesetzt werden, danach lösen sich auch andere Stoffe aus der Pflanze)

    Bei Kräuterbädern ist es wichtig, dass das Badewasser nie über das Herz reicht...!!!!! Es gibt das Vollbad, Badwasser bis unters Herz...oder das Sitzbad, Badewasser bedeckt die Nieren....
    Für das Kräuterbad stellt man einen Kaltansatz her...
    Vollbad: einen Eimer voll frische Kräuter oder 200 gr. getrocknete
    Sitzbad: einen halben Eimer frische Kräuter oder 100 gr. getrocknete..
    die Kräuter werden über Nacht kalt angesetzt, am nächsten Tag erwärmt man den Auszug und gießt es zum Badewasser...Badedauer 20 min.

    jetzt einige praktische Tips und Rezepte...


    Zinnkraut...
    (wächst zur Zeit wieder überall, ist aber auch in der Apotheke erhältlich)...

    Zinnkrauttee bei: Nieren- und Blasenerrkrankungen, Rheuma und Nervenschmerzen, chronischer Bronchitis

    Fußbad: ist gut gegen Schweißfüße

    bei Kopfschuppen wäscht man das Haar mit den Absud.

    Sitzbäder helfen wunderbar bei Blasenerkrankungen, Blasensteinen, Nierenbeckenentzündungen.

    Zinnkraut mit Johanniskraut gemischt und gebrüht kann als Gurgelwasser bei
    Mandelentzündungen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Mund-und Zahnfäulnis, Zahnfleischblutungen oderr - entzündungen, Fisteln und Polypen helfen.

    Bei juckenden Hautausschlägen helfen Waschungen und Umschläge mit Zinnkrautabsud. (Für die Dunstumschläge einfach das Zinnkraut über kochenden Wasser in einem Sieb weich dunsten, dann das Kraut in ein kleins Tüchlein und auf die Stelle für mehrere Stunden fixieren)

    Bei Bandscheibenbeschwerden sowie Schmerzen und Steifheit im Nacken helfen Zinnkrautsitzbäder hervorragend..es löst die Verkrampfungen


    und noch ein zweites Kraut heute

    Lappkraut

    der Tee hilft auch hervorragend bei allen Nierenleiden, hat eine entgiftende Wirkung und unterstützt auch die Schilddrüse..

    äußerlich angewendet, hilft er bei allen Hautkrankheiten, Wunden, Furunkeln und Mitessern.
    und was sehr schön ist,
    wäscht man sich mit warmen Lappkraut-Absud das Gesicht, dann strafft das ungemein die Haut...


    so..soviel vorerst zu Kräutern
    ich schreibe gern noch weitere dazu.

    Alles Liebe
    Evelin
    Geändert von Piolof (29.04.2007 um 11:09 Uhr)


  2. #2
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    Guten morgen Evi,

    das ist wirklich eine schöne Idee von dir....
    Ich bin auch schon am Kräuter und Blüten sammeln.
    Da ich aus der apotheke schöne Erfahrungen bei Menschen mit der Hildegard Medizin gemacht habe möchte ich hier zwei Pflanzen vorstellen die gerade wachsen.

    Zum einen ist es die Hirschzunge.
    Wenn man durch den Wald streift kann man sie oft an Wegrändern oder Bachrändern stehen sehen.

    Hildegard von Bingen
    und ihre Erfahrungen mit der Pflanze Hirschzunge:
    "Die Hirschzunge ist warm und hilft der Leber und der Lunge und den schmerzenden Eingeweiden. Nimm daher Hirschzunge und koche sie stark in Wein, und dann füge reinen Honig bei, und dann lasse sie so wiederum einmal aufkochen. Dann pulversiere lange Pfeffer und zweimal so viel Zimt, und lass es so mit dem vorgenannten Wein wiederum einmal aufkochen, und seihe es durch ein Tuch und mach so einen Klartrank, und trinke ihn oft nach dem Essen und nüchtern, und es nützt der Leber und reinigt die Lunge und heilt die schmerzenden Eingeweide udn nimmt die innere Fäulnis und den Schleim weg. Und dörre sachte wiederum Hirschzunge in der heißen Sonne oder auf einem warmen Ziegelstein und pulverisiere sie so und lecke dieses Pulver nüchtern und nach dem Essen oft aus deiner Hand, und es nimmt den Schmerz im Kopf und in der Brust und dämpft andere Schmerzen, die in diesem Körper sind. Aber auch ein Mensch, der wegen irgendeines Schmerzes heftig und plötzlich schwach wird, der trinke sogleich von diesem Pulver in warmem Wein, und es wird ihm besser gehen."

    Zum anderen wächst jetzt überall der Wermut
    Es ist meiner Meinung nach ein sehr kostbares Kraut, stärkt das Herz und vorallem die Nieren.
    Hier ein Rezept um einen Wermutwein herzustellen:

    Trinke den WermutTrank von Mai bis Oktober jeden ersten und dritten Tag nüchtern als erstes vor dem Frühstück. Er beseitigt in dir die Nierenschwäche und die Melancholie (Schwarzgalle), klärt deine Augen, stärkt dein Herz, und lässt nicht zu, dass deine Lunge krank wird. Es wärmt Magen und Darm und reinigt die Eingeweide und bereitet eine gute Verdauung.”

    40 ml Frühlingswermutsaft wird in der Siedehitze von einem Liter Biowein und 150g Blütenhonig gegossen, sofort filtriert und in sterilen Flaschen abgefüllt. Gesetzliche Vorschriften verlangen, daß der Wermut Trank 7% Alkohol enthält. Sie können den Alkoholgehalt auf 3% senken, wenn Sie den käuflichen Trank noch einmal 2 Min. kräftig aufkochen und erneut abfüllen



    grüssle
    Iris

  3. #3
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    Huhu Iris...

    schön....noch eine kleine Kräuterhexe ..
    übrigens mein Vorbild (was die Kräuterei betrifft) ist Maria Treben....

    so ich mach mal weiter...

    zur Zeit überall zu finden (und mein Oma hat auf ihn geschworen) ist der

    Löwenzahn (Butterblume)


    sammeln zum Trocknen : Blätter (vor der Blüte), die Wurzeln im zeitigen Frühjahr oder im Herbst und die Stengel während der Blütezeit...

    Man kann zum Beispiel im Frühjahr die ganze Pflanze dem Salat beimischen...
    die frischen Blätter sind gut bei Leberleiden...Zuckkranke sollte täglich mindestens 10 Stengel vom frischen Löwenzahn essen (kann man auch dem Salat beimengen, oder aufs Brot streuen..denn er ist etwas bitter) so lange der Löwenzahn in Blüte steht....(mein Oma hat jedes Frühjahr eine Kur damit gemacht) denn es hilft auch gegen Abgeschlagenheit, verbessert die Magensäfte, lindert Hautbeschwerden, hilft der Galle. Löwenzahn hat eine blutreinigende Wirkung und kann somit auch Linderrung bei Gicht und Rheuma bringen.
    Früher haben die Frauen den Aufguß, aus Kraut und den Wurzeln, als Schönheitmittel benutzt und sich damit das Gesicht gewaschen. Löwenzahn treibt auch im Winter kleine Blätter, er hält keine Winterruhe...

    Tee: 1 Teel. auf 1/4 Liter kochendes Wasser
    Stengel: als Kur 5-10 Stengel täglich...die Stengel werde mit Blüte geerntet, dann gewaschen und erst danach werden die Blüten entfernt...dann kann man die Stengel einfach kauen.
    Geändert von Piolof (30.04.2007 um 07:08 Uhr)


  4. #4
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    Guten morgen Evi,

    der Löwenzahn ist wirklich ein sehr vielseitiges Kraut.
    Eigentlich tut er wirklich fast allen Organen nur gut

    ich hab da noch was:
    Aus der Wurzel des Löwenzahns kann man auch Kaffee herstellen.

    und zwar so:
    im Herbst einige schöne Wurzeln ernten und sorgfältig renigen.
    In Scheiben geschnitten, werden sie dann im Backofen geröstet.
    Anschließend dreht man sie durch eine Kaffeemühle und verwendet das Pulver wie gewöhnlichen Kaffee. Entweder pur oder als Zusatz zum Morgenkaffee trinken.

    Löwenzahn hat auch eine Fiebersenkende Wirkung:Man weicht zwei frische schöne Löwenzahnwurzeln drei Tage lang in 1/2 Liter Weißwein ein. Bei Fieberanfällen kann man ein kleines Glas davon trinken. Nach einer Stunde nochmal ein Gläschen.

    Grüssle
    Iris

  5. #5
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    Hallo Ihr....

    so...heute mal wieder ein Kraut für Euch...

    Spitzwegerich:
    Aderblatt, Aderkraut, Heilwegerich, Heufressa, Ripplichrut, Roßrippe, Schafzunge, Siebenrippe, Spießkraut, Spitzfederich, Spitzwegeblatt, Wundwegerich

    Breitwegerich:
    Ackerkraut, Mausöhrle, Rippenblatt, Saurüssel, Wegeblatt, Wegebreit, Wegetrene, Wegtritt



    Blütezeit:
    Mai bis September

    Vorkommen:
    Spitzwegerich: Trocken, grasiges Ödland
    Breitwegerich: Nährstoffreiche und feuchte Standorte
    Beide: Von Meereshöhe bis ca. 2000 m Höhe. Wege, Wegränder und Wiesen

    Sammelgut:
    Gesamtes Kraut von Breit- und Spitzwegerich


    Möglichst schnell in der Sonne oder dem Schatten bei 30-40 Grad Celsius trocknen. Bei langsamer Trocknung gibt es Verfärbungen und Unwirksamwerden der Inhaltsstoffe


    Anwendung:
    Spitzwegerich:
    Bronchitis, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Quetschungen, Wunden

    Pfarrer Künzle schreibt: "Verwendung findet der ganze Wegerich in all seinen Sorten, mit Wurzel, Kraut, Blüte, Samen. Er reinigt wie kein zweites Kraut Blut, Lunge, Magen, ist daher gut für alle Leute, die wenig Blut, schlechtes Blut, schwache Lungen, schwache Nerven, bleiches Aussehen haben, Auschläge, Ruden, Flechten, Rufen produzieren, oder ewig hüsteln, heiser sind, mager bleiben wie Geißen, selbst wenn man sie in Butter hineinstellenwürde. Er hilft schwächlichen Kindern auf, die immer trotz guter Kost zurückbleiben."

    Spitzwegerich - Hustenhonig
    Zutaten:
    Ein leeres Marmeladenglas
    500 g flüssigen Akazienblütenhonig
    1 Litergefäß, locker gefüllt mit sauberen zarten Spitzwegerichblättern

    Die Spitzwegerichblätter kalt abwaschen, klein schneiden und schichtweise abwechselnd mit dem Honig in das Glas einfüllen: ca. 1 cm Schicht Blätter, darüber 1 cm Honig usw. Das randvolle Glas verschließen und 3 Wochen lang ans Fensterbrett stellen. Täglich das Glas umdrehen, damit die nach oben schwimmenden Blätter immer wieder gut vom Honig bedeckt werden. Nach 3 Wochen über einem Sieb abseihen und den zähflüssigen Sirup in kleine dunkle Fläschchen füllen und kühlstellen. Bei Husten entweder täglich 3-10 Teelöffel über den Tag verteilt einnehmen oder den Hustentee damit süßen. Oder aufs Butterbrot, übers Dessert oder ein Milchshake daraus zubereiten.

    Spitzwegerich - Hustensaft

    Zutaten:
    1 kg gewaschene Spitzwegerichblätter
    1 Liter Wasser
    1 kg Zucker
    1/2 kg Honig

    Die gewaschenen Spitzwegerichblätter durch einen Fleischwolf geben, Wasser, Zucker und Honig dazugeben und das Ganze bei schwacher Hitze kochen bis es ganz dick wird. Danach den Saft in vorgeheizte Gläser füllen und an einen kühlen Ort stellen, da sich dieser Hustensaft nicht lange hält. Dieser Saft hilft gegen Husten, schwache Lunge, katarrhlische Erkrankungen, Durchfall, Ruhr und schwachen Magen.

    Breitwegerich:
    Schleimstoffhaltig, - beruhigend und heilungsfördernd bei Entzündungen (Haut- und Atemwege), für die medizinische Verwendung wird Spitz-Wegerich dem Breit-Wegerich vorgezogen.

    Breitwegerich wurde zur Heilung von Wunden gebraucht. Der Saft der Blätter hat entzündungshemmende und reinigende Wirkung. Er wird bei Magenschleimhautentzündung, Magen - Darm - Geschwüren, Durchfall, Reizdarm, Blutungen der Harnwege und Atemwegskatarrh in der Naturheilkunde eingesetzt.

    Bei Mückenstichen kann der Saft auf die betreffende Stelle gegeben werden und hilft gegen Juckreiz


    Verwendung in der Küche:
    Spitzwegerich:
    Die jungen, vor der Blüte geernteten, etwas bitterlich schleimigen Blätter werden gründlich gewaschen. Die zähen Nerven werden entfernt und roh als Salat, zu Quarkspeisen oder gekocht als Gemüse und für Kräutersuppen genommen. Man kann sie auch mit anderen, milderen Kräutern mischen.


  6. #6
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    Frage rauhe füße

    hallo liebe piolof,
    du kennst dich so gut aus mit den kräutern aus, vielleicht gibt es für mein problem auch ein kraut.
    folgendes .... ich habe so trockene füße kann mir die jeden tag eincremen ...gibt es vielleicht ein kraut mit dem ich ein fußbad mache, was diese trockene haut heilen könnte,ich würde alles versuchen es ist wirklich schlimm und unansehnlich.
    vielleicht hat hier im forum noch jemand eine andere idee oder sogar ein super fußcreme,ich kann nicht mehr ohne strümpfe in offenen schuhen laufen, sieht einfach schlimm aus.
    danke dir und den anderen vorab für eure hilfe euer engelchen 50
    Gib jedem Tag die Chance der schönste Tag Deines Lebens zu werden

  7. #7
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    Hallo....

    also, als erstes solltest Du Dir unbedingt selber eine Ringelblumensalbe herstellen, dass ist ziemlich einfach...und 100x effektiver als die gekauften...ich habe meine erste Creme mit 16 Jahren hergestellt, und konnte damit sogar meine Sonnenallergie erfolgreich bekämpfen...

    Variante mit Schweinefett...für mich die beste Variante für Ringelblumensalbe...

    2 gehäufte Doppelhände frischer Blüten (wichtig, die Blüten immer erst gegen Mittag ernten) werden klein geschnitten. 550 g Schweineschmalz wird so erhitzt, als ob man Fleisch braten würde. Kräuter in das heiße Fett geben, kurz überprasseln lassen, umrühren, Pfanne von der Flamme nehmen, abdecken und über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag leicht erwärmen, durch ein Leintuch filtern und die noch warme Salbe in Gläser oder Salbentiegel füllen.

    Salben aus Schweinefett sind in der Regel bis zu 3 Monaten im Kühlschrank haltbar.


    ansonsten würde ich ein Fußbad in Ziegenmilch machen Du fügst einfach noch einige Tropfen Olivenöl dazu....die Ziegenmilch gibt es in jedem guten Bioladen...einfach in eine Schüssel warmes Wasser 1 Liter Ziegenmilch gießen...Du solltest das Fußbad öfters machen....(die Frauen im alten Ägypten haben immer in Ziegenmilch gebadet )...

    was auch ganz gut helfen könnte, die Füße abends dick mit Butter eincremen, Baumwollstrümpfe an und ab ins Bett.

    sonst gibt es in vielen Gärten die Steingartenpflanze

    Hauswurz (
    sie steht unter Naturschutz..darf also nur aus dem eigenen Garten verwendet werden)

    Synonyme:
    Dachwurz, Donnerbart, Donnerbartkraut, Donnerkraut, Echte Hauswurz, Hauslaub, Hauslauch, Hausrampfe, Rampfe, wilder Rhababer, Scherzenkraut, Wetterwurz, Zittrichkraut, Zittriwurzen


    Da Hauswurz auf Häusern lebt, ist der Name darüber entstanden

    Beschreibung:
    Hauswurz ist eine ausdauernde, genügsame Pflanze die man fast nur auf Dächern, Mauerresten und Felsen findet. Fast das ganze Jahr über hat er eine grundständige Rosette mit dicken, fleischigen Blättern, die verkehrt eiförmig und stachelig-spitz sind. Nur die älteren Rosetten bilden zu Beginn des Sommers einen bis zu 50 cm hohen, dicken, Stengel mit Blättern die etwas Schuppigartig am Stengel sitzen. Nach oben hin verzweigt er sich und trägt kleine, sternförmige, zart rosafarbene Blüten, die trugdoldenartig angeordnet sind. Nach dem Verblühen stirbt die Rosette ab. Die Pflanze vermehrt sich überwiegend durch Wurzelausläufer, die wieder neue Rosetten treiben. Eine Vermehrung ist aber auch über Samen möglich. Die Samen sind ei- bis birnenförmig, gerippt und braun.

    Beschreibungen verschiedener Hauswurz-Arten findet man bei Wikipedia, die Texte dort sind ganz gut und interessant.

    Blütezeit:
    Juni - August


    Zum Trocknen sammelt man Juli - August, für frische Zubereitungen Mai - September.

    Sammelvorschrift:
    Viele Hauswurzarten stehen unter Naturschutz und sollten von daher selber angepflanzt und nicht wildwachsend gesammelt werden!
    Hauswurz wird frisch verwendet oder zum Trocknen ausgelegt. Hauswurz trocknet sehr langsam und muss immer wieder gewendet werden. Die frische Droge riecht nicht und schmeckt schleimig, herb, säuerlich und erinnert geschmacklich etwas an Gras.


    Inhaltsstoffe:
    Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleim, Zucker, fettes Öl, Harze, Kalziummalat, Ameisen- und Apfelsäure

    Anwendung:
    Hauswurz wird von der Schulmedizin nicht verwendet und wird auch vom Bundesgesundheitsamt nicht als Heilpflanze anerkannt.
    Die Volksmedizin verwendet Hauswurz, auch die verschiedenen Hauswurz-Arten äußerlich ähnlich wie Aloe Vera. Die Blätter wirken kühlend und werden mit der Schnittkante oder zu Brei zerquetscht auf Quetschungen, Prellungen, Stauchungen, Verbrennungen, Venenentzündungen, Insektenstiche, Geschwüre, Augengeschwüre, Gicht und Warzen gelegt. Auf die Haut getupft soll er Sommersprossen entfernen.

    Die Blätter in Milch gekocht und mit Weinstein versetzt, soll laut Pfarrer Künzele das Bettnässen vertreiben. Bei Ohrenschmerzen soll helfen einige Tropfen Hauswurzsaft handwarm in den Gehörgang zu träufeln, wobei ich auch ein Rezept gefunden habe, wonach man Hauswurzsaft von 7 Blättern mit der gleichen Menge Mandelöl gemischt körperwarm ins Ohr geben soll. Ohne Mandelöl ins Ohr gegeben, soll er die Gehörgänge reinigen.

    Durstlöschend für Menschen mit Fieber soll sein, 1 - 2 Blätter Hauswurz in ein Glas Wasser zu geben, 1/2 Stunde stehen zu lassen und dann zu trinken.


    Bei Entzündungen der Mundschleimhäute verdünnt man den Saft der Hauswurzblätter mit Wasser und gurgelt damit.

    Der Absud aus getrocknetem Hauswurz wurde früher innerlich gegen starke Durchfälle eingesetzt. Außerdem gegen Gürtelrose, bösartige Hautleiden, rissige Haut, Gebärmutterneuralgie, Hämorrhoiden und Würmer.


    Hauswurz-Salbe nach Phillipine Welser (1557 - 1580)
    Hauswurz dick einkochen, Arnikasaft hinzugeben, etwas Harz und etwas Schweineschmalz am Schluß kurz mitkochen und vom Feuer ziehen. So lange rühren bis es erkaltet und steif ist.
    Diese Salbe soll bei Verletzungen und frischen Wunden helfen

    Hauswurz-Öl Quelle mir leider nicht bekannt
    25 Gramm frische Hauswurzblätter
    100 Gramm Olivenöl
    Beides zusammen in ein Gefäß geben und zugedeckt 14 Tage lang an einen sonnigen, warmen Ort stellen. Gelegendlich schütteln. Danach abseihen und durch ein Tuch auspressen. Das Öl in dunklen Flaschen aufbewahren.
    Soll helfen bei: Wunden und bei zahnenden Kindern

    Geschichtliches:
    Um 800 n. Chr. verfügte Karl der Große Hauswurz wegen seiner Heilwirkung auf Dächer zu pflanzen. Auch glaubte man mit Hauswurz das Haus vor Blitzeinschlag schützen zu können. Pflanzungen auf Viehställen sollten die Tiere vor Seuchen bewahren.


  8. #8
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    hallo engelchen,

    ausserdem zur äusserlichen Behandlung kann ich dir noch empfehlen innerlich etwas zu tun.
    Schüßler Salze eignen sich sehr gut dazu.
    In deinem Falle wäre calcium Fluoratum D6 als Schüßler Salz zu empfehlen vielleicht noch in der Kombination mit Silicea.

    Ausserdem sind Salben mit Aloe Vera, Hamamelis oder Propolis ganz gut.
    Ich denke da musst du einfach ausprobieren.

    grüssle
    Iris

  9. #9
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    Danke !!

    Hallo liebe Piolof,
    mensch Meier...... hast Du mir hier viele gute Tipps gegeben.
    Hab herzlichen Dank, ich werde bestimmt etwas davon ausprobieren.
    Hatte mal eine Tante in Bayern die hat auch viel mit Arnikablüten gemacht und viel Erfolg gehabt.
    Leider lebt Sie seit 3 Jahren nicht mehr!
    Liebe Grüße engelchen 50
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  10. #10
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    Hallo Iris

    [quote=Iris;36668]hallo engelchen,

    ausserdem zur äusserlichen Behandlung kann ich dir noch empfehlen innerlich etwas zu tun.
    Schüßler Salze eignen sich sehr gut dazu.
    In deinem Falle wäre calcium Fluoratum D6 als Schüßler Salz zu empfehlen vielleicht noch in der Kombination mit Silicea.

    Ausserdem sind Salben mit Aloe Vera, Hamamelis oder Propolis ganz gut.
    Ich denke da musst du einfach ausprobieren

    Liebe Iris,
    auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deine Hilfe.Es ist wirklich schlimm mit meinen Füßen aber jetzt kann ich ja wieder etwas ausprobieren dank Dir und auch Piolof.
    Liebe Grüße engelchen 50
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