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Moderator
Aus aktuellen Anlass
Hallo...
Ich möcht gern einen Gedanken loswerden...
Wie alle wissen war gestern für viele Menschen ein sehr trauriger Tag...viele Menschen sind morgens aus dem Haus gegangen und nicht mehr heimgekehrt.
Habe gestern Abend sehr lange mit meinem Freund darüber geredet... bis er das ausgesprochen hat...was die Angst jeder Mutter, Partner etc ist...
Er meinte "Stell dir mal vor deine Maus geht Morgen aus dem Haus und kehrt nie wieder Heim" oder letzte Woche kam von ihm der Kommentar bezüglich des Tagesplatzes.."wie ein Mann?
"..."warum müssen das immer Männer machen" dann kam er mit der aktuellen Situation bezüglich des Ministers....
Es reicht nicht das ich mir schon so viele Gedanken mache... nu hab ich einen Mann an der Seite ...der noch schlimmer ist als ich .
Jetzt da sie in die Schule geht..aber auch bei dem Kleinen frage ich mich...wie steht es um ihre Sicherheit...
Ich habe ihnen mal versprochen...das ich sie immer beschützen werde...da habe ich wohl meinen Mund etwas zu voll genommen.
Mit jedem Stück was ich sie loslasse...entziehe ich ihr ein Stück von meinem Schutz.
Ich versuche täglich ein Stück mehr loszulassen und darauf zu vertrauen...das es meinen Kindern immer gut geht...
Meine Gedanken sind bei den Menschen...deren Leben nicht mehr so sein wird ...wie es mal war.
Noel
"Die Kunst & Verantwortung des Kartenlegens liegt nicht nur beim Leger richtig zu deuten, sondern als Fragesteller auch zu verstehen und anzunehmen."
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Moderator
Hallo Noel,
man kann seine Kinder auf auf Gedankenebene auf Distanz beschützen. Seit mein Enkel da ist, habe ich gelernt bewusst mit ihm oder meiner Tochter gedanklich Kontakt aufzunehmen und das funktioniert.
Sollte es trotzdem mal zu einem ganz schlimmen Unglück kommen, dann habe ich die Einstellung, dass es so kommen sollte. Letztendlich ist das jedoch ein Gedankenkonstrukt und hilft mir nicht über den Schmerz, der dann auftauchen würde, weil mein Kind nie mehr da sein würde, nicht hinweg.
Gestern haben sie abends einen Lehrer aus Erfurt gezeigt. Er meinte, dass man die Kinder und Lehrer erstmal in Ruhe lassen solle, bis sie von sich aus anfangen zu erzählen. Ich bin froh, dass in solchen Notzeiten dann Leute da sind, die sich um die Betroffenen kümmern.
Nur vorher, da hatte der Täter schon eine Ankündigung im Chat geschrieben. Er muss auch ganz viel gemobbt und gehänselt worden sein. Eine Schülerin meinte heute früh im Radio, dass die Mobber sich mal überlegen sollten, was sie schlimmes anrichten. ich habe ihre Aussage so verstanden, dass die Mobber auch mitbeteilt waren, dass sie auf einen Mitschüler so herumgetrampelt sind. Ich hab´s selbst erst letztes Jahr erlebt, wie eine Frau zu einer anderen sagte (die recht ärgerlich war): "Das war doch nur Spass."
Und just gestern ist in einer Frauenzeitschrift ein großer Artikel über das Böse erschienen, das in jedem von uns lauert. Wir wissen gar nicht zu was wir fähig sind, im guten wie im bösen, je nach den Umständen.
Mein Mitgefühl haben alle, die in irgendeiner Weise von diesem Unglück betroffen sind.
Omi
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Erfahrener Benutzer
Hallo Noel,
was da passiert ist, läßt sich nicht mit Worten beschreiben. Warum auch diese Amokläufe immer wieder auftreten, das mag sich psychologisch ärztlich erklären lassen, aber es wird nie eine Entschuldigung sein, für diejenigen, die ihr Kind so verloren haben.
Aber ich glaube auch, dass Du vielleicht etwas verwechselt. Das eine ist der Schutz... In dieser Situation hättest Du vermutlich auch nicht schützen können, da es außerhalb des "normalen" Denkens passiert. Damit kann und muß auch niemand rechnen.
Das andere ist das Loslassen, das Hinauslassen des Kindes in die Welt. Das Vertrauen in das Kind aufbringen, dass es es alleine schafft. Das ist ein schwieriger Prozeß, zu einem dem Kind und seiner Entwicklung Sorge zu tragen und zum anderen als Mutter langsam aber sicher in die Rolle des Beobachters abgedrängt zu werden. Zwischen dem Stolz des Kindes, wenn es mal wieder ein Stück Welt für sich erorbert und dem ersten STolz der Mutter, dass sie ein so tolles Kind hat. Aber irgendwann kommt der Tag, an dem selbstverständlich ist und dann kommt der nächste Teil der Eroberung auf der einen Seite und der Kampf des Loslassens auf der anderen. Stück für Stück....
Das bleibt bei uns, auch bei mir, obwohl das Kind beim Vater lebt. Irgendwie ist das Bauchgefühl, die Ahnungen........ immer dort. Wir haben feste Abmachungen, weil wir so entfernt auseinander wohnen. Sollte ich aber das Gefühl haben, jetzt dort anrufen zu müssen, so außer der Reihe, hat es sich immer als begründet herausgestellt.
Mein Sohn wird dieses Jahr viel unterwegs sein. England, Rußland, Österreich, volles Programm. Ich muß meinem Sohn vertrauen, dass er das schafft. Mein Ex und ich müssen uns vertrauen, dass die Erziehung nicht versagt hat. Verstehst Du, was ich meine?
Auf alles andere, was in dieser Welt passiert oder passieren soll, haben wir keinen Einfluß.
Mein Mitgefühl gehört all denen, die auf ihre Angehörigen, egal ob jung oder alt, umsonst gewartet haben und ich wünsche Ihnen allen, dass immer jemand für sie da ist, der ihnen zuhört und immer die Taschentücher bereitstellt, wenn sie reden wollen und auch können.
LG
Acapella
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