Hier im Esoterikforum findest Du die ganze Bandbreite der Esoterik -
gut übersichtlich in verschiedene Bereiche unterteilt. Ob Kartenlegen,
Astrologie, Tageskarten oder allgemeine Spiritualität: die Themenvielfalt
ist enorm.
Registriere Dich jetzt kostenlos und nehme am Forumsgeschehen teil.
Hallo Banshee..
ich habe Dir den Thread für die historischen und mystischen Figuren hier eröffnet, eine gute Idee finde ich. Ich denke, es passt hier erstmal gut hin..sollte es umfassend werden und ein sehr großes Interesse bestehen, können wir immer noch umräumen und dem Thema einen extra Platz zuweisen.
Der Name Rhiannon oder auch Rigantona kommt aus dem Kymrischen (Walisisch-Gälisch) und bedeutet soviel wie Große Königin. Sie ist eine der Stutengöttinnen der Waliser. Aber auch die Iren beanspruchen Rhiannon für sich, da sie später mit dem Meeresgott Manannan (oder auch Manawyddan), dem Sohn des berühmten Lir, verheiratet war.
Rhiannon war die Tochter eines Elfenkönigs und wurde dem weitaus älteren Gwawl als Ehefrau versprochen. Die Prinzessin hingegen fand diesen aber sehr abstoßend und war darüberhinaus sehr verliebt in den sterblichen jungen Prinzen Pwyll.
Sie setzte bei ihrem Vaten ihren Willen durch und heiratete Pwyll, aber somit war ihr der Zutritt ins Reich der Elfen oder Anderwelt auf immer verwehrt. Rhiannon gebar ihrem Ehemann zwei Jahre später einen Sohn namens Pryderi, der aber kurz nach seiner Geburt spurlos verschwand.
Aus Angst sie könnten für das spurlose Verschwinden des Pryderi verantwortlich gemacht werden, schlachteten die Kinderfrauen einen kleinen Hund und beschmierten Rhiannon nächtens mit dessen Blut, verteilten seine Knochen um ihr Bett herum und behaupteten dann vor Pwyll, seine Ehefrau sei eine Kindsmörderin und habe ihren eigenen Sohn gefressen.
Pwyll entschied, er müsse seine Frau, Rhiannon bestrafen. Jedoch sei der Tod ein zu kleines Opfer für ihre grausige Tat und beschloss, sie zu erniedrigen und zu demütigen. So musste sie die kommenden sieben Jahre vor dem Schloßtor sitzen und jedem, der da des Weges kam, von ihrer grausamen, schmählichen Tat berichten und ihn auf ihrem Rücken ins Schloß tragen.
Obwohl Rhiannon unschuldig war, ertrug sie ihr Los würdig, ohne sich jemals zu beschweren und so begannen die vorbeikommenden Reisenden, Respekt für sie und mit Mitleid mit ihr, ob ihrer ungerechten Bestrafung zu empfinden.
Und so verbreitete sich die Geschichte bis weit über die Landesgrenzen, wo sie einem adligen Herrn zu Ohren kam. Dieser fand Jahre zuvor einen kleinen Jungen auf einem Feld in einer heftigen Sturmnacht. Er nahm ihn mit nach Hause und zog ihn, gemeinsam mit seiner Frau, wie den eigenen Sohn auf.
Der Adlige zählte zwei und zwei zusammen und beschloss, den Jungen seinen rechtmäßigen Eltern zurückzubringen. Er packte die Sachen zusammen, die der Kleine in der Nacht seines Auffindens bei sich hatte und ritt schnurstracks samt Frau und Kind zum Schloß.
Rhiannon, immer noch ihre Strafe abbüsend, erkannte sofort das Wickeltuch, das sie ihrem Sohn selbst gewebt hatte und somit auch ihr Kind. Als Pwyll seinen Sohn erkannte, war die Ehre seiner Frau wiederhergestellt und er schämte sich so sehr, dass er es Rhiannon freistellte, ihn zu verlassen. Sie jedoch vergab ihrem Mann und blieb ihm bis zu seinem Tode treu.
Der Leprechaun ist ein Wesen, das der irischen Mythologie zugeschrieben wird. Dabei handelt es sich um ein kleines Männchen, einen Kobold. Das Wort Leprechaun ist eine Abwandlung des irisch-gälischen Begriffes für kleine Körper, weshalb man die Kobolde auch The little People (Das kleine Volk) nennt.
Meist ist der gemeine irische Kobold grün gekleidet, hat feuerrote Haare und einen ebenso grünen Hut auf dem Kopf. Er ist ungefähr 2-3 Fuß (60-90 cm) groß. Man sagt über ihn, er sei ein griesgrämiger Zeitgenosse, den man möglichst nicht ärgern sollte, weil er einem sonst üble kleine Streiche spielt, die außer ihm keiner lustig findet.
Vor allem aber ist der Leprechaun sehr scheu und verbirgt sich vor den Menschen. Gelingt es jedoch jemandem, so ein kleines grünes Männlein zu fangen, so muss es ihm einen Wunsch erfüllen. Tut man ihm Gutes, so rechanchiert es sich hilfsbereit, tut man ihm jedoch Schlechtes, so wird man seines Lebens nicht mehr froh.
Sie gelten als extrem unsoziale, eigenbrötlerische Gesellen, die sich am liebsten hinter Büschen verstecken, entweder Pfeife rauchend oder Schuhe herstellend. Man kann sie aber auch am Fuße eines Regenbogens antreffen, wo sie eifrig damit beschäftigt sind, einen großen Topf voller Gold zu vergraben. Man sagt, Leprechauns gelten als die Erfinder des Bankwesens und obwohl sie immer über mehr als genug Gold verfügen, wären sie sehr, sehr geizig. (Noch viel geiziger wie die Schotten oder Schwaben ) Sie weigern sich hartnäckig, etwas von ihrem Goldschatz, den sie durch die Schumacherei und als Gegenleistung für verkaufte Seelen erworben haben, abzugeben. Der Mensch lauert ihnen aber gerade deswegen auf, um ihnen ihren Kobold-Schatz abspenstig zu machen.
Noch heute gilt der Leprechaun, neben dem Kleeblatt und der Harfe als Wahrzeichen Irlands und wann immer etwas schiefläuft oder Kinder etwas anstellen, wird es den Kobolden zugeschoben (The Leprechaun is in it oder The Leprechaun made me doing this).
Habe deine Ausführungen gelesen. Finde sowas immer interessant. Finde sich auch schon gut detailiert. Besser kann man noch gar nicht drauf eingehen, also alles abdeckene, da ja noch nicht viele Fragen dazu gestellt worden sind.
Hehe, und ich habe auch schon gleich zwei Fragen an die Expertin, dich.
Gibt es Kobolde denn nur in Irland, denn wie schon geschrieben in deiner Vorstellung, kenne ich wen, der von seiner Reise aus Irland, Kobolde mitgebracht hat. Die leben nun in seinem Haus. Hast du davon schon was gehört?
Und gibt es auch unterschiedliche Kobolde?
Und Rhiannon, gibt es weiter Einflüsse, die sie hatte? Sie kommt mir immer noch so bekannt vor, die Gute. Habe die Geschichte irgendwann mal schon mal gehört. Aber die ganzen Namen waren mir nicht bekannt. Irgendwas hat sie, was mich sehr fasziniert.
Also, viel Spaß erstmal noch in Irland, und viel Erfolg da. Das wird bestimmt eine sehr spannende und erlebnisreiche Zeit. Halt die Augen auf, dort sind bestimmt noch tolle Wesen, die sich dir zeigen wollen. (hmmmm, wieso schreibe ich das grade? Bauch hat befohlen es zu schreiben.. hoffe du kannst damit was anfangen...)
nein es gibt natuerlich nicht nur in Irland Kobolde. Auch in Deutschland soll es welche geben. Die wohnen in den Haeusern der Menschen und spielen harmlose kleine Streiche. (Werden oft mit Poltergeistern verwechselt). Und auch die Islaender haben ihre Kobolde und Elfen. In den nordischen Laendern gibt es die Trolle, auch kobold-artige Wesen, allerdings boesartig.
Was meinst Du denn mit verschiedene Kobolde?
So wie bei den Elfen?
Ne Elfe fuer die Liebe?
Ne Elfe fuer Erleuchtung?
Ne Elfe fuer die Weisheit? etc.
Nee, sowas gibt's wohl nicht. Die sind wohl so, wie sie sind. Also ein kleiner Volksstamm fuer sich. Wobei sich die Kobolde in anderen Laendern auch anders verhalten. Wie heisst's so schoen: Andere Laender, andere Sitten.
Das Kobolde hilfsbereit waeren, waere mir jetzt allerdings neu. Wobei ich damit nicht anzweifeln will, dass es sowas gibt.
Ich hoffe, damit deine Fragen zu den Kobolden erstmal beantwortet zu haben.
Waere toll, wenn sich an dieser Diskussionsrunde auch noch andere beteiligen wuerden.
Nun zu Rhiannon:
Was meinst Du denn genau mit andere Einfluesse?
Ich hab' ja kurz erwaehnt, dass Rhiannon auch eine Figur der irischen Mythologie ist, da weil ihr zweiter Ehemann ja der irische Meeresgott war.
Wenn Du (und andere) magst, kann ich ja diese Geschichte auch noch erzaehlen.
Also auf bald. Ich freu mich schon auf Eure Fragen, die zukuenftig ganz gar zahlreich kommen werden
dann hat Rhiannon diese Tat jedem gestanden? Sie hat also gelogen, weil man es von ihr verlangte?
Woher wußten die Reisenden das es eine ungerechte Strafe war?
Das sind die Fragen die mir zu dieser Geschichte einfallen, sicher kannst du sie mir nicht beantworten, denn so ist es ja wohl irgendwo niedergeschrieben worden.
Hat man sie deswegen die Große Königin genannt? Und wie geht es weiter, wie kam sie wieder ins Elfenreich und wer war ihr zweiter Mann Manannan?
du hast wohl recht, diese deine ersten Fragen kann ich dir nicht beantworten. Sie hat wohl gelogen, weil man es von ihr verlangte und weil sie alles andere als entwuerdigend empfunden haette. (Also sich im Selbstmitleid zu suhlen und ihr Leid und Unrecht, das man ihr zugefuegt hat, zu beklagen.) Man nennt sie deswegen Grosse Koenigin, weil sie ihr Los so klaglos hingenommen hat und die Schuld, obwohl unschuldig, auf sich nahm. Und schlussendlich ihrem doofen sterblichen Ehemann so selbstlos verziehen hat.
Ueber ihren zweiten Ehemann werde ich dir spaeter berichten, meine Zeit ist grad knapp.
Ins Elfenreich konnte sie nicht mehr zurueckkehren, ihr Vater verwehrte es ihr als Bedingung fuer die Wahl eines sterblichen Ehemannes.
Ich hoffe, du kannst dich noch etwas gedulden. Werde sobald ich mehr Zeit habe, eingehender auf Mannanan, ihren zweiten Ehemann eingehen.
Danke für die Aufklärung, du hast es sehr verständlich rübergebracht.
Ich glaube das diese Geschichte der Phantasie einer Frau zu verdanken ist, die von ihrem Mann verraten wurde, weil er eher auf die Meinung der falschen Nachbarn hörte, als ihr zu vertrauen.
Und zwar hab' ich heute eine ganz tolle Geschichte in die Finger bekommen:
Sie handelt vom irischen König Labraidh (sprich: Lärry), dessen unbändiger Haarpracht und von Frisören, die ins Exil mussten, um dem König sein kleines Geheimnis nicht ausplaudern zu können.
Sie ist gleichermassen lustig (hab' mich halber kaputt gelacht) wie auch lehrreich, aber lest selbst...
Also...
Es war einmal vor Urzeiten ein König in Irland, der die wildeste Haarpracht auf dem Kopf hatte, die ihr Euch vorstellen könnt: Wenn er den Berg herunter kam, konnte man meinen, er wäre ein lebendiger Stechginsterbusch (also stellt Euch Struwelpeter mit knallrotem Schopf vor...). Sein Name war Labraidh.
Im Sommer litt Labraidh furchtbar unter der Fülle seiner Zottelpracht und nachts im Bett warf er sich schlaflos, den Kopf kratzend und fluchend, hin und her.
Er konnte noch nicht einmal seine Krone aufsetzen: Entweder fiel sie ihm sofort vom Kopf und rollte wie ein Reifen durch den Trohnsaal oder sie vergrub sich dermaßen tief in die Fülle seiner Zotteln, dass das Zeichen seiner Königswürde einfach nur lächerlich aussah.
"Majestät", sagten seine engsten Freunde und Berater zu ihm, "würdet Ihr nicht lieber Eure Haarpracht geflochten tragen, anstelle herumzulaufen wie ein..." Und an dieser Stelle verfielen sie immer in dumpfes Schweigen, denn sie trauten sich nicht, dem König ins Gesicht zu sagen, seine Haare würden dem eines zotteligen, verflohten Köters gleichen.
Einmal im Jahr - zum höchsten Feiertag - ließ Labraidh sich die Haare schneiden, denn er wollte zur Parade seine Krone tragen. So ließ er den Frisör erscheinen, der aber nach getaner Arbeit spurlos verschwand. Keiner konnte sagen, warum oder wohin.
Sie ging es jahrein jahraus, bis der König eines schönen Morgens aufwachte und feststellen musste, er habe Flöhe. Sofort rief er seine Berater zu sich: "Schickt mir einen Barbier", rief er aus, sich die Kopfhaut heftigst kratzend. "Aber Eure, Majestät", versuchten sie ihn umzustimmen, "die Parade ist doch erst in einem halben Jahr. So wollt Ihr denn nicht warten bis dahin?" "Sofort!", polterte Labraidh, "Unser Skalp wird von jedem lausigen Käfer, der unter der Sonne kriecht, angefressen! Holt mir endlich einen Frisör!"
So zogen sie aus, des Königs Reiter und die Wahl fiel auf Brian, der widerstrebend auf's Schloss gezerrt wurde. Dort wurde er von Labraidh persönlich in Empfang genommen. Sogleich führte er ihn in seine persönlichen Gemächer, die er sorgsam abschloss, drückte ihm Schere und Spiegel in die Hand. "Nun beginne er sein Werk", hieß er den unglücklichen Frisör an.
Und so schnippelte Brian seinen Weg durch des Königs Wirrkopf. Dieser wiederum beobachte den Barbier die ganze Zeit im Spiegel: Er wartete auf den speziellen Ausdruck in des Frisörs Gesicht, den alle Angehörige seiner Zunft just in dem Augenblick bekamen, wenn das Werk auf des Königs Haupt vollbracht war. Und so...
..."Um Himmels Willen!", schrie Brian auf und stolperte so heftig rückwärts, als habe er einen kräftigen Kinnhaken verpasst bekommen. Dabei fiel ihm die Schere aus der Hand.
"Nun," fragte Labraidh unschuldig, "was hat er gesehen?" "N-nichts...", stammelte der sichtlich verstörte und schockierte Brian. Aber der König ließ nicht locker:"Wir fragen ihn noch einmal: Was hat er erblickt? Nun gebahre er sich nicht so und gebe uns Antwort!"
Brian, dem sichtlich unwohl war, schluckte kräftig: "Nun ja, Majestät, bei allem Respekt, Eure Ohren..." "Was ist mit unseren Ohren", beharrte der König. Dermaßen in die Enge getrieben konnte der arme Brian nicht mehr länger schweigen: "Eure Majestät haben Pferdeohren!"
"Ganz recht!", entgegnete der König nicht unfreundlich, "Wir haben Ohren wie ein Pferd. Und damit er unser Geheimnis nicht ausplaudern kann, bringen ihn unsere Leute noch heute fort!" "Aber, aber ich sag's bestimmt keinem weiter!", versuchte der unglückselige Verdammte seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch der König ließ sich nicht erweichen. Das Risiko war ihm zu hoch und so musste Brian ins Exil.
Des gleichen Abends, tauchte Brians Mutter auf im Schloss, sehr besorgt um ihren Sohn, als dieser nicht nach Hause kam. "Aber, aber!", versuchte Labraidh sie zu beschwichtigen, seine Ohren sorgsam unter einer Mütze verbergend, "Ihm ist nichts geschehen. Er ist ausser Landes auf unser Geheiss!" Doch Brians Frau Mama war damit keinesfalls einverstanden. Furchtlos sprach sie zum König:"Majestät, das ist nicht gerecht von Euch, mir mein einziges Kind wegzunehmen. Seht, ich bin alt und wer soll mir denn jetzt im Hause helfen?" "Und nur ein Tyrann würde einer armen alten Witwe die einzige Unterstützung, die sie hat, einfach so mir nichts dir nichts wegnehmen. Ihr behauptet zwar, Euer Volk zu lieben und vielleicht tun Euer Majestät das auch, aber lasst Euch gesagt sein: Auf diese Weise ist es schwer, Euch zu lieben!", fuhr sie unbeirrt fort.
Das gab König Labraidh zu denken und so ließ er seine Getreuen Brian wieder herschaffen. Im Gegenzug musste dieser hoch und heilig schwören, keiner Menschenseele etwas zu verraten.
Und so zogen die Jahre ins Land und Brian hielt sich an das Versprechen, dass er Labraidh gab.
Jedoch begann das Geheimnis schwer auf Brians Gemüt zu lasten: Er stocherte nur noch lustlos in seinem Essen ohne auch nur einen Bissen zu sich zu nehmen. Er wurde launisch und schlief schlecht und bald darauf zeigten sich die Auswirkungen:
Brian wurde sehr krank und war nicht mehr in der Lage, seiner Mutter zu helfen oder zur Arbeit zu gehen. So schickte die besorgte Frau nach einem Heiler.
Der Doktor hörte Brian aufmersam zu, und fand schnell heraus, dass ihm dieser etwas verheimlichte: "Mann, hör zu!", sprach er zu ihm, "Du musst mir sagen, was du weisst, sonst wird es dich auffressen!" Doch Brian weigerte sich standhaft: Lieber würde er sterben und das Geheimnis mit ins Grab nehmen als es einer Menschenseele zu verraten. Er sei schließlich ein Ehrenmann.
Darauf wusste der Heiler aber trotzdem Rat: "Dann geh' hinaus in den Wald und vertraue ihm dein Geheimnis an. Das wird dich befreien ohne es einem Menschen erzählt zu haben!"
Brian tat wie ihm geheissen und zog noch in der gleichem Nacht in den Wald.
"Der König hat Pferdeohren!", flüsterte er einer alten Eiche zu. Und hoppla, er merkte, wie ihn das von seiner Qual befreite. "Der König hat Pferdeohren!", wiederholte er, diesmal schon etwas lauter. Die Sache begann Spaß zu machen...
"DER KÖNIG HAT PFERDEOHREN! JAWOHL, OHREN WIE EIN GAUL HAT ER!!! DER GROßE KÖNIG LABRAIDH HAT RIESENLÖFFEL! LABRAIDH! PFERDELÖFFEL!!!", gröhlte er so laut er nur konnte in den Wald hinein. Und schlagartig ging's ihm wieder gut.
Jedoch begannen nach ein paar Monaten die Dörfler zu munkeln, im Wald würden die Gräser und Bäume, wenn sie vom Wind bewegt würden, einen Satz flüstern: "Der König hat Pferdeohren!" Getraut, dem König auch nur ein Sterbenswörtchen davon zu berichten, hat sich natürlich keiner.
Und so geschah es, dass eines Tages ein Spielmann in den Wald zog, weil er Holz für eine neue Harfe brauchte. Er brach ein Stück Ast der Eiche, der Brian sein Geheimnis anvertraut hat. Und wie es der Zufall wollte, wurde dieser Spielmann ein paar Tage später zum großen Festbankett ins Schloss des König Labraidh eingeladen:
Es war ein lustiger Abend mit Wein und guten Essen, mit Gesang und Tanz. Doch als der Spielmann anfing auf seiner Harfe zu spielen, konnte man statt Musik den Satz: "Der König hat Pferdeohren!" vernehmen. Die Leute im Saal konnten nicht an sich halten und brachen in schallendes Gelächter aus. "Der König hat Pferdeohren!", wiederholten sie in einem fort. Da wusste der arme Labraidh nicht, ob er nun mit ihnen lachen sollte oder sich verziehen, um alleine zu weinen. Er entschied sich für die erste Möglichkeit und lachte ebenfalls aus vollem Halse.
Seltsam war es wohl schon, des Königs neues Verhalten nach dieser Geschichte, aber alle Frisöre wurden aus der Verbannung zurückgeholt und der König machte fortan auch gar kein Geheimnis mehr aus seinen Pferdeohren. Im Gegenteil, Geheimnisse waren ihm fortan der größte Graus und er regierte das Land ohne jemals mehr Geheimnisse vorm Volk zu haben, egal ob populär oder gerade unten durch. Sogar im hohen Alter stieg er vom Pferd, um mit den Kindern der Dörfler zu scherzen und um ihnen seine Ohren zu zeigen: "Mama, Papa, wir hatten Glück! Wir sahen des Königs Ohren!"
Lesezeichen