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Qi-Gong
Tja, ich hatte im Frühjahr 2003 mal einen Qi-Gong-Wochenend-Kurs belegt und nachdem Monika ja versuchte von Desi etwas mehr darüber zu erfahren, aber keine Antwort kam, will ich hier mal mein 'kleines' Wissen weitergeben:
Vor einigen Tausend Jahren fand in China eine grosse Klimaveränderung statt und die Menschen entwickelten Techniken und Körperübungen, um sich anzupassen. Die Erfahrungen mit diesen Übungen führte zur Kenntnis der Meridiane und dem Prinzip von Yin und Yang. Die Verbindung zwischen Qi-Gong und der chinesischen Medizin ist seit der Han Dynastie (206 v.C. bis 220 v.C.) schriftlich niedergelegt.
Äussere und innere Einflüsse können innere Disharmonie verursachen und der Organismus vermag einen Mangel oder ein Übermass an Qi (Energie) nicht immer ausgleichen. Dadurch werden die beiden universalen Kräfte Yin und Yang in ihrem Gleichgewicht gestört. Das regelmässige Üben von Qi-Gong kann wieder einen Ausgleich schaffen durch einen ständigen Wechsel der polaren Kräfte von Yin und Yang, von Einatmen und Ausatmen, von Loslassen und Anspannen, von Ruhe und Bewegung.
Ein ausgeglichener Energiehaushalt ist nur möglich, wenn die Meridiane im menschlichen Körper frei von Blockaden und somit durchlässig sind. Ein durch Üben stark und ruhig fliessendes Qi kann das Wohlbefinden steigern und die Gesundheit fördern.
Qi-Gong sind sehr wirkungsvolle Übungen, um die Lebenskraft (Qi, Chi) systematisch zu trainieren ("trainieren" ist hier durchaus in der gleichen Weise gemeint, wie z.B. systematisch die Muskelkraft zu trainieren). Die Übungen bestehen aus äußeren und inneren Bewegungsabläufen.
Qi-Gong-Übungen sind Euch vielleicht schon durch die Veranstaltungen der chinesischen Shaolin-Mönche in Europa begegnet.
Das Wissen über Energieübungen wie das Qi-Gong ist in vielen Kulturen - auch in unserer deutschen Kultur - vorhanden (allerdings oft nur noch rudimentär).
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Geschichte des Qi-Gong
Noch mehr geschichtliche Aspekte
Die Bezeichnung stammt ursprünglich aus dem 5. Jahrhundert und bedeutete "innere Methoden der Kampfkunst". Dann fand sie Eingang in die Bücher des Shao-Lin-Klosters. In den 50er Jahren wurde sie wieder aufgegriffen und erweitert. Heute werden mit der Bezeichnung "Qi-Gong" eine große Anzahl unterschiedlicher buddhistischer und taoistischer Methoden verschiedenen Alters zusammengefaßt.
Die Frühform des Qi-Gong waren Gebete zu Himmel und Erde um Hilfe. Vor etwa 7000 Jahren fand in China eine große Klimaveränderung statt, und die Menschen entwickelten Techniken und Körperübungen, um sich ihr anzupassen.
Seit Beginn der chinesischen Schrift, vor etwa 3000 Jahren, wurden rund 4000 verschiedene Qi-Gong-Übungen aufgezeichnet. Jede Kaiserdynastie hatte spezielle Übungen und mit dem Untergang der einzelnen Dynastien verschwanden häufig auch die Übungen in der Versenkung. Es gab und gibt eine große Anzahl verschiedener Schulen, Meister und Richtungen.
Obwohl Qi-Gong etwas ganz anderes und viel mehr ist als eine Atemtechnik, wurde es, bedingt durch die Verfolgungen seitens des kommunistischen Regimes, zu einer solchen erklärt, um das Überleben der Methoden zu sichern.
Quelle: Joachim Pongratz, "Qi Gong im Alltag", 2001
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Was ist Qi-Gong und wie wirkt es?
Was ist Qi-Gong und wie wirkt es?
Der Begriff Qigong setzt sich zusammen aus:
Qi = Lebensenergie, eine feinstoffliche Substanz, die alles Leben und den Kosmos durchdringt. Es wird vorwiegend aufgenommen durch Atem und Nahrung. Der Begriff hat sehr viele Bedeutungen und ist auch im chinesischen nur schwer beschreibbar.
Gong = Arbeit, Fähigkeiten, Techniken, Übungsmethoden.
Bei Qi-Gong-Übungen befassen wir uns mit dem mittleren Bereich (z.B. Meridiane). Geist und Materie können durch Qi verbunden werden. Qi ist Mittler zwischen Geist und Materie. Qi kontrolliert die Materie und kann sie verändern. Wenn der mittlere Bereich (Qi) stärker geworden ist, dann ist es sowohl nützlich für den oberen (Geist) als auch für den unteren Bereich (Materie).
Qi-Gong-Üben ist ein Prozeß des Zurückgehens zu den Wurzeln des Kosmos, zum vorgeburtlichen Zustand. Gesundheit, Vitalität und Meditation (geistige Entwicklung) sind die erste Stufe auf diesem Weg.
Durch Qi-Gong erhöht sich die Vitalität, die Selbstheilungskraft des Körpers und Geistes wird angeregt, der Stoffwechsel wird reguliert, was sich auch auf das Körpergewicht auswirken kann: man kann auf diesem Weg das Normalgewicht erreichen.
Regelmäßiges Üben beugt Krankheiten vor, fördert den Gesundungsprozeß, stärkt das Immunsystem (z.B. sterben jedes Jahr bis zu 8000 Menschen an Grippe!), steigert die Erinnerungskraft, das Denkvermögen, die Lernfähigkeit, die Intuition, die Kreativität und wirkt dem Alterungsprozeß entgegen.
Diese Übungen sind ebenso für Erwachsene wie für Kinder als Hilfe zur Selbsthilfe geeignet.
Das regelmäßige Praktizieren von Qi-Gong-Übungen macht glücklicher und gesünder, verlängert das Leben in Gesundheit und entwickelt die Begabungen.
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Wie wirkt Qi-Gong auf Krankheiten??
Wie wirkt Qi-Gong auf Krankheiten??
Wenn man regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Qi-Gong-Übungen durchführt, stellt sich der Erfolg bereits in wenigen Minuten ein. Man spürt den Neugewinn von Qi in Form von wohliger Wärme in den Händen und im ganzen Körper. Krankheiten wie Schlaflosigkeit, Gelenkentzündungen, Magenprobleme, Rheuma, Allergien und viele andere Beschwerden werden, ohne bewußt daran zu arbeiten, geheilt. Selbst wenn Krankheiten bereits chronisch sind, kann eine Besserung oder sogar eine Heilung erfolgen.
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Wie wirkt Qi-Gong auf die einzelnen Meridiane?
Wie wirkt Qi-Gong auf die einzelnen Meridiane?
Qi Gong ist eine der wenigen Therapieformen in der traditionellen chinesischen Medizin, bei der Gefühle mitberücksichtigt werden. Da die Bewegungsabläufe auf einzelne Meridiane einwirken, können sie einen direkten Einfluss auf die den Meridianen und den fünf Elementen entsprechenden Gefühlslagen ausüben:
Element - Meridian
Holz - Leber / Gallenblase
Feuer - Herz / Dünndarm
Erde - Milz / Magen
Metall - Lunge / Dickdarm
Wasser - Niere / Blase
Auf diese Weise berücksichtigt Qi Gong den Anteil der Psyche am Wohlbefinden.
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Techniken des Qi-Gong
Technik des Qi Gong
Es gibt verschiedene traditionelle und neuere Übungsformen von Qi Gong. Alle weisen ihre eigenen charakteristischen Merkmale und Wirkungen auf, zum Beispiel:
Liegen
Übungen im Liegen sind für kranke und schwache Menschen geeignet und helfen bei Schlafstörungen.
Sitzen
Übungen im Sitzen werden zur Stärkung des Körpers angewandt.
Stehen
Übungen im Stehen führt man meistens mit feststehenden Füssen in vorgeschriebenen Körperhaltungen aus. Diese Übungen werden zur Stärkung des Körpers und zur geistigen Konzentration eingesetzt.
Gehen
Übungen im Gehen können immer auf zwei ergänzende, ausgleichende Weisen ausgeführt werden. Es gibt komplizierte und einfache Bewegungsabläufe, "harte" und "weiche" Übungen zur Kraftentfaltung, schnelle und langsame Bewegungen, Übungen mit großem oder kleinem Kraftaufwand.
Die verschiedenen Qi Gong-Übungen können noch weiter unterteilt werden, zum Beispiel:
Körperhaltungsübungen
Atemübungen
Übungen für die Vorstellungskraft
"Innere" Übungen für körperinnere Abläufe (Blut, Puls, Atmung, Funktionskreise der Organe)
"äussere" Übungen für Skelett, Sehnen, Muskeln und die Haut
Bei allen Bewegungen konzentriert man sich auf die gleichmässige, tiefe Atmung, um durch sie die Lebenskraft Qi aufzunehmen. Nach alten schriftlichen Überlieferungen aus dem 12. Jahrhundert wurzelt Qi in den Füssen, entwickelt sich in den Beinen, wird in die Hüfte gelenkt und wirkt durch die Finger.
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Übungen
Und damit das nun nicht nur reine Theorie ist, werde ich nächste Woche auch ein paar Übungen hier einstellen, die man täglich mit einem Aufwand von ca. 10 - 15 Minuten oder auch länger, wenn man die Zeit hat, durchführen kann.
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Erfahrener Benutzer
Re: Übungen
Liebe Petra,

Zitat von
Knuddelratte
Und damit das nun nicht nur reine Theorie ist, werde ich nächste Woche auch ein paar Übungen hier einstellen, die man täglich mit einem Aufwand von ca. 10 - 15 Minuten oder auch länger, wenn man die Zeit hat, durchführen kann.
[shadow=green:6c6be6bbda]Das ist eine super Idee. Ich freue mich schon drauf......[/shadow:6c6be6bbda]
Liebe Grüsse
Monika
Ausdehnung von Glück ist der Sinn der Schöpfung
und wir sind alle hier, um Glück zu erfahren und auszustrahlen.
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Übung 1
Hier zu Anfang eine sehr einfach Übung:
DAS INNERE LÄCHELN
Im Qigong strebt man eine positive Grundstimmung an und bemüht sich in einigen sehr schönen Übungen, diese aktiv zu erzeugen. Dabei hilft besonders das innere Lächeln, das sich auch ruhig äußerlich zeigen darf.
In dieser Übung lassen Sie ein solches inneres Lächeln entstehen, auf das Sie später sicherlich nicht mehr verzichten wollen. Wir alle sehen gern ein lächelndes Gesicht und lächeln auch gern zurück! Nach taoistischer Auffassung aktiviert Lächeln die Thymusdrüse unter dem Brustbein und diese wiederum aktiviert das Immunsystem.
Reiben Sie sich zunächst sachte und genußvoll das Gesicht und spüren Sie in sich hinein. Entspannen Sie die Augenbrauen und die Haut. Wir schließen die Augen und achten einfach auf unseren Atemfluß.
Nun ziehen Sie die Stirn in Falten und stellen sich vor, daß Sie angestrengt über irgendetwas nachdenken. Achten Sie darauf, was jetzt mit Ihrem Atem geschieht. Wahrscheinlich stockt er für einen Moment.
Jetzt entspannen Sie Ihr Gesicht und lächeln einfach in sich hinein. Das Lächeln darf sich auch ruhig äußerlich zeigen. Spüren Sie Ihrem Atem nach und fühlen Sie, wie er sich jetzt verändert, und wieder ruhig und gleichmäßig wird.
Wir stellen uns nun noch intensiver ein wunderschönes Lächeln vor und lassen es über unser Gesicht fließen. So entsteht nach einiger Übung recht zuverlässig ein eigenes äußeres Lächeln.
Die Zunge liegt am Gaumen an. Wir entspannen die Augenwinkel und die Mundwinkel heben sich. Wir werden nun in den Körper hineinlächeln . Wir lächeln zunächst in die Augen hinein, in die Stirn und dann in die Lippen. Wir lassen das Lächeln den Hals hinunterfließen und lächeln in das Herz hinein, das sich öffnet wie eine Blüte. Dann lächeln wir zu den Lungen und besonders zur Thymusdrüse, um sie zu aktivieren.
Mit zunehmendem Training können wir in die einzelnen Körperteile und Organe hineinlächeln, sie auf diese Art kennenlernen und uns mit ihnen anfreunden.
Wenn Sie diese Übung gemacht haben, wird Ihnen sicher deutlich, warum das Innere Lächeln im Qigong aber auch im Alltag - eine so große Bedeutung hat. Allein schon durch ein Stirnrunzeln blockieren wir unseren Atemfluß spürbar! Gerade wenn irgend etwas im Leben anstrengend oder ärgerlich ist, sollten wir doch für einen Moment innehalten und uns selbst ermutigend zu lächeln oder auch uns und die Stuation belächeln. Das entspannt und zeigt uns oft auch neue Lösungsmöglichkeiten.
Das Innere Lächeln ist, so kann man sagen, eine der wichtigsten Übungen des Qigong und bringt gleichzeitig seine innere Grundhaltung gut zum Ausdruck. Gemeint ist damit vor allem eine wohlwollende, liebevolle Einstellung zu sich selbst, zu einer Übung oder zu einer gerade ausgeübten Tätigkeit.
Gemäß einer taoistischen Weisheit: Man macht sich selbst glücklich oder traurig.
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Liebe Petra, an @
Eine tolle Übung! Ich bin dabei und kann es kaum erwarten, dass es weitergeht! DANKE lb. Petra
Gruß von Sternenkind
... man sieht nur mit dem Herzen gut...
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