Hatte beim Aufräumen auf der Festplatte noch einen Text gefunden hinsichtlich des Karmas. Vielleicht interessiert das ja jemanden...

Hallo ihr Lieben,
Habe anhängend ein Referat von Para-B (das ist die Wesenheit, die Anita channelt) über das Thema Karma.
Es ist ziemlich lang. Würde euch empfehlen, wenn es euch interessiert, dass ihr es kopiert und in Ruhe lest.
Habe es für mein Buch aufgenommen und abgeschrieben. Bitte überseht die Fehler. Es ist noch nicht korrigiert.

Thema: Reinkarnation, Karma

Frage: Stimmt es, dass wir wiedergeboren werden, um ein Karma aufzuarbeiten, um Fehler die wir gemacht haben wieder gutmachen zu können, damit wir von Mal zu Mal zu besseren Menschen werden, um letztlich vollkommen zu sein?
Inkarnat: Inbegriff, Fleischfarbe. Inkarnation: Fleischwerdung, Verkörperung. re: zurück, wieder. Re-Inkarnation= Wiederverkörperung
Karma Sk. = Die Tat, das Wirken. Der Begriff stammt aus der Veda. Karma ist als buddhistische ursprüngliche Aus-sage, ohne den dogmatischen Zusammenhang mit Schicksal und Wiedergutmachung zu sehen. Karma ist damit das Wirken, nicht aber das Ergebnis des Wirkens. Wird aber in der esoterischen Richtung als solches gesehen.
Nirwana Sk = Auslöschen, Auflösung aller menschlichen Vorstellungen und Begehren. Das Endziel und die Befrei-ung von Reinkarnationen, dem karmischen Rad.

Sitzungsbeginn
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Guten Tag!
Ich grüße euch. Beginnen wir mit der Sitzung.
Bei eurer Frage bezieht ihr euch auf die Vermischung theosophischer, christlicher, buddhistischer und esoterischer Gedanken- und Glaubensvorstellungen. Ich lege also bei meinen Ausführungen zuerst eure christliche Prägung zu-grunde.
Nun, wenn diesem Thema die Hypothese einer linear angelegten, vom Urknall bis zum heutigen Tag dauernde Welt zugrunde gelegt wird und man diese Sicht auf das geistig seelische Potential ausdehnt erscheint es folge-richtig, dass es einen Zeitraum zwischen Leben und Tod gibt, indem ihr euch weiterhin als Individuum mit dem dazugehörigen spezifischen Denken und Fühlen wahrnehmt.
Es ist eure Erfahrung, dass alles irdische der Endlichkeit unterworfen ist. Ihr nehmt den Anfang, das Ende und ein Dazwischen also den linearen Verlauf eines bestimmten Geschehens wahr. Erfahrungen, Erlebtes wird als Erinne-rung gespeichert, Erlerntes aufbauend genutzt und Fehlverhalten kann revidiert werden. Somit ist auch die mehrfach hintereinander folgende Reinkarnation eines Bewusstseins, als Plateau oder Lernfeld zur Wiedergutmachung began-gener Fehler und einer Entwicklung vom triebgesteuerten, animalischen Menschen zum erleuchteten, vergeistigten Wesen denkbar.
Ihr seht das Karma als eine Art Nemesis, eine ausgleichende, gerechte Strafe. Diese Sicht gleicht dem christlichen Begriff des Fegefeuers. Beide Möglichkeiten sollen zur Vollkommenheit, Erleuchtung und dem Eintritt in den Himmel, das Nirwana dienen, das ersehnte Ziel kann, mit großer Mühe durch viele Reinkarnationen, intensive Ü-bungen und mit Hilfe etlicher Lehrer und der Gnade Gottes, erreicht werden. Es entspricht der christlich geprägten Glaubensrichtung, den Menschen und implizite seine Seele per se als schwaches, verletzliches, un-vollkommenes Wesen zu sehen, das den irdischen Mächten ausgeliefert ist und so gut wie möglich den Versuchungen der materiel-len, vom Bösen regierten Welt zu widerstehen sucht, um irgendwann die schwer verdiente Ruhe zu finden.
Dies würde voraussetzen, dass jemand - Gott, Göttin, Götter, Allmacht - die menschliche Seele an den Anfang eines endlichen Geschehens setzt, in linear aufeinanderfolgende Zeiträume oder Bereiche schickt, damit sie sich in vorbe-stimmten Situationen und Umständen bewähren kann.
Warum sollte eine Gottheit schwache, unvollkommene Kreaturen schaffen die sich auf dem Spielfeld Erde schmut-zig machen, holpernd und hoffend über diese Erde torkeln, um irgendwann weihwassergesäubert aus der Misere herauszukommen, um dann wieder erleuchtet da zu sein, wo sie einst waren. Innerhalb dieser Sichtweise läge es nicht in der Möglichkeit des Menschen tatsächlichen, wirksamen Einfluss auf eine bessere Zukunft oder gar auf eine ewig gültige Seinsform zu nehmen. Die Freiheit des Menschen läge darin mit einigermaßen heiler, sauberer Haut davonzukommen.
Da euer Gott weiß wie es endet, warum der Anfang? Hat Gott aber einen unvollkommenen Menschen geschaffen um ihn über den Weg des Teufels, der die Herrschaft über die Erde hat, zur Vollkommenheit zu führen kann er ih-nen kaum übel nehmen, dass seine Idee funktioniert wie sie es tut. Die Polarität seiner Schaffung kann nicht zum Nachteil für sie gewertet werden, denn sie haben in diesem Bilde nur einen sehr begrenzten Aktionsradius. Innerhalb dessen könnten sie nicht wissen was das absolut Gute oder das absolut Böse beinhaltet und wie sie es leben solltet.
Da ihr also von Anfang an begrenzte Wesen seid könnt ihr nicht die Erleuchtung, Gottes Wesen aus euch selbst her-aus erfahren und habt somit nicht die Freiheit euch ewigen Frieden und Glückseligkeit zu schaffen.
Nehmen wir also an, der Mensch lernt aus Erfahrung und definiert den Stand seiner Erkenntnisse an vergangenen bösen und guten Taten. Nehmen wir weiter an, er hat die Tendenz sich kontinuierlich linear, ein paar kleiner Umwe-ge eingedenk, zu bewegen, nämlich zu seinem Schöpfer hin von dem er kam. Wenn diese Theorie als eine Gegeben-heit anerkannt werden soll beinhaltet sie eine Ansammlung von Teilerkenntnissen, die jeweils als eine Teilerfahrung mitgenommen wird, jedoch niemals ein vollendetes Gesamtbild ersichtlich macht. So aber die Seele ein Teil der Unendlichkeit ist und ihren Ursprung in der Unendlichkeit Gottes hat, warum sollte sie einen vollkommenen Zu-stand eintauschen, um einen von Dornen der Unwissenheit und Versuchung gespickten Weg zu gehen, der letztlich wieder zurück zu ihrem Ursprung führt?
Wenn ihr, Gottes Nähe als Anwesenheit von unendlicher Liebe und Klarheit seht und seine Gegenwart als die Glückseligkeit schlechthin erklärt und trotzdem Krieg, Krankheit, Hass, Zerstörung, Lieblosigkeit und Unklarheit lebt, müsst ihr gestehen, sehr ungelehrige Schüler zu sein, die seit ´zig Jahrtausenden den Verführungen der recht kurzlebigen Angebote des Teufels erliegt und der ewigen Wohltat, der Gegenwart Gottes und des himmlischen Frie-dens noch einige Jahrtausende entfernt zu sein scheint.
Bei dieser Sichtweise, hättet ihr Götter die sich dumme, ungelehrige Menschen als Spielball im Spiel der Polarität geschaffen haben. Es heißt, der Mensch habe von Gott einen eigenen Willen bekommen. Wen will es wundern, wenn er ihn in Anspruch nimmt und seine Schwäche, die ihm ja eigen ist, nutzt.
Ich möchte euch an dieser Stelle ein anderes Denkmodell vorstellen.
Stellt euch vor, Gott ist keine Persönlichkeit in eurem erlernten Sinne.
Er hat euch nicht aus Lehm erschaffen.
Er hat euch nicht in ein Paradies gesetzt um euch wieder hinauszuwerfen um euch dem Teufel auszusetzen. (Wobei der Hinauswurf unnötig war, da der Teufel, in Form der Schlange als Verführung zum Ungehorsam, schon ins Para-dies eingedrungen war; er hätte wohl besser die Schlange entfernt.)
Er hat nicht den Fluch des Fleisches über euch verhängt.
Er hat keine Opfer verlangt, die seine schwachen Geschöpfe zu Missgunst und Mord trieb.
Er wartet nicht bis ihr euch überlegt habt ob ihr ihm die Gefolgschaft kündigt oder nicht.
Er hat keinen Gegenspieler der mit ihm das Spiel: „Menschenwelt" spielt.
Er braucht nicht eure Dankbarkeit oder eure Devotion zur Selbstdarstellung.
Er ist nicht den Glaubenssätzen eurer Religionsgründer anhängig.
Er will keine Macht über euch haben.
Stellt euch vor, Gott ist nichts von alledem, was die Menschen über ihn sagen oder schreiben.
Was bleibt dann?
Stellt euch vor, Gott ist das Agens des Seins und Handelns auf allen Bewusstseinsebenen und Bezugsfeldern das dem „ALL WAS IST” innewohnt, aus dem es besteht, seiner Natur gemäß wertfrei, nicht erwartend, nicht gebunden an die Dinge, sondern sie verbindend, sie bedingend.
Dieses Prinzip lässt aus seinem unerschöpflichen Angebot an Möglichkeiten Lebensformen, Seelen, Bewusstseine, entstehen die ihrerseits getrieben von dem Wunsch nach Ausdruck sind, die Realitäten erschaffen um Plateaus zu erstellen, auf denen Ideen entwickelt und dargestellt werden.
Ein immerwährendes Tun, sich ausdehnend und auf sich selbst beziehend.
Allem Lebendigen, allen Bewusstseinsformen ist dieser Antrieb eigen. Aufgrund dieses Prinzips werden Welten, Universen, Galaxien, Individuen, erschaffen. Oder besser gesagt: sie erschaffen sich aus sich selbst heraus.
Innerhalb des Gesamtgeschehens gibt es keine Wertigkeit von Gut und Böse, Gelingen oder Misslingen, Macht oder Ohnmacht. Alles ist wie es ist. In diesem Sinne ist ein Mensch, ein Individuum eine Inkarnation, eine Möglichkeit, eine Form der Auslebung, eine Erfahrbarkeit, eine Bewusstseinseinheit die von sich und ihrer Auslebungsform und Wesenheit weiß.
Nun, das Karma ist keine Wiedergutmachungsinstitution, keine Besserungsanstalt.
Die Handlung, das Wirken bestimmt euere Zukunft. Das heißt: Im Moment eueres Tuns bewirkt ihr, die von euch bestimmte Zukunft. Sehr einfach gesagt: Wenn ihr esst, werdet ihr satt, tut ihr das nicht bleibt ihr hungrig. Verletzt ihr ein anderes Lebewesen, verletzt ihr auch euch selbst durch die tatsächlichen und emotionalen Folgen einer Ver-letzung. Ihr habt zu jeder Zeit die Möglichkeit dies oder jenes zu tun. Euer jeweiliges Tun hat eine Auswirkung auf das künftige Geschehen, der Sichtweise und Handlung innerhalb der Inkarnation.
Ihr könnt nicht wiedergutmachen, und ihr braucht es auch nicht, jedenfalls nicht außerhalb eures Materie-Zeitgeschehens! Der Geist, die Seele, die Idee ist mit der Inkarnation Materie, Mensch geworden und damit auch den Gegebenheiten der Welt, einer Zeit, einer linearen Bewegung und Entwicklung, teilhaftig. Wenn der Mensch seine Form des Ausdrucks aufgibt, erlischt alle Wertigkeit der Handlungen und Erfahrungen. Zeit und Raum wird zu dem, was es ist, eine Wahrscheinlichkeit der Darstellung. Das Karma, die TAT besitzt ewige Gültigkeit und ist frei von Sünde und Wiedergutmachung.
Nochmals gesagt: Die "Erleuchtung" sollte keine Zielerklärung für das "Jenseits" - wo immer man es ansiedelt- sein oder eine bessere Zukunft in einer folgenden Reinkarnation gewährleisten. In seiner Wortbedeutung heißt es doch, dass ihr Licht seid oder euer Leben im Lichte der Klarheit und Wahrheit sehen könnt.
Hier, begeht ihr die Tat, das Karma- und im "Hier", in dieser Realität, hat sie ihre Auswirkung, und damit hat euere Tat eine Wirkung, ein Echo, auf alle Realitäten, alle Ebenen, alle Räume JETZT!
Alles geschieht JETZT! Das Individuum wird nicht wieder auf diese Welt müssen um für vorangegangene Fehler Wiedergutmachung zu zahlen. Es gibt auch kein Fegefeuer in dem es geschmort wird bis ihr zu jedem Zugeständnis bereit ist. Welcher Gott wäre so dumm zu glauben, dass Strafe dem freien Willen und der Liebe zu ihm förderlich sei?
Nun, die Sicht der linearen Form der Reinkarnation ist eine Hilfsvorstellung. Das Individuum glaubt sich an andere Inkarnationen zu erinnern, da es in einer Zeitabfolge denkt und empfindet.
Euere Vergangenheit scheint euch eine gesicherte Abfolge von Ereignissen zu sein. Euere Zukunft seht ihr als eine Wahrscheinlichkeit, die genauso sicher wie eure Gegenwart und Vergangenheit als existent anerkannt wird. Das heißt, ihr gebt der Sicht, dass alles einem zeitlichen Gefüge unterliegt eine Evidenz, eine Gültigkeit. Da ihr seht, dass eure Welt einer, klar definierten Raum und Zeit - Zuordnung entspricht dehnt ihr diese Erkenntnisse als Gege-benheit auf alle Dimensionen aus.
Einige Menschen scheinen sich sehr deutlich an Ereignisse und Orte einer vergangenen Inkarnation zu erinnern. Ihre Berichte bestätigen euere Annahme, dass das Individuum mehrere, aufeinanderfolgende Inkarnationen durchlebt.
Nun, das Individuum ist in der Tat voller “Erinnerungen“. Es weiß, auf einer gewissen Ebene, welche Ausdrucks-formen, Persönlichkeiten es innerhalb seines multidimensionalen Seins, in allen Zeiten und Räumen, darstellt. Eini-ge oder eine dieser Auslebungen haben einen größeren Bezug zu der wahrgenommenen, momen-tanen Inkarnation als andere. Sie wirken als "Echo" oder Handlungshinweis. Sie können als Hilfsmittel oder Orientierungshilfe zum Verstehen einer Situation oder eines Befindens herangenommen, genutzt werden. Ihr könnt sie genauso nutzen, wie ihr Informationen aus euerer Kindheit zu Hilfe nehmen könnt. Nichtsdestotrotz solltet ihr annehmen, dass Zeit und Raum nur auf der materiellen Ebene eine gewisse Gültigkeit haben. Durch die Interaktion von Bewegung und einer sich formierenden Energie entsteht eine Verdichtung zur materiellen Existenz. Diese Vorgänge, schaffen sich ein Raum – Zeitkontinuum, innerhalb dessen sie sich auf spezifische Art und Weise darstellen.

Die Bewusstseinsform “Mensch“ beginnt also nicht mit der biologischen Geburt und ist auch keine zufällige Ver-dichtung eines unbewussten Feldes. Die Seele ist sich der Form und Auslebung, der Darstellung eines bestimmten Individuums gewiss und legt diese Vorgaben latent im Zellbewusstsein an, das sich, gemäß seines Auftrages zu ei-ner kollektiv handelnden Körperschaft bildet. Alle Teile, Bewusstseinseinheiten “wissen“ was sie erfahren wollen und welche Bedingungen sie schaffen müssen, um sich in adäquater Art und Weise darstellen zu können.
Das soziale, gesellschaftliche und kulturelle Umfeld, bestimmte Talente und Wesenszüge, bringt ihr als eine Art "Blaupause", jedoch vollkommen freilassend, in die Gestaltung, des Geschehens „ Mensch Sein”, mit ein.
Innerhalb dessen schafft ihr Karma, die Tat, die Realität.
Sobald die Seele ihren Fokus aufhebt, endet die Verbindung von Körper und Seele. In beiderseitigem Einverständnis wird eine Realität geschaffen, die zum biologischen Tod des Individuums führt und eine Umwandlung zu einer neu-en Formgebung entsteht, wiederum initiiert und angetrieben vom Wunsch der Seele nach Ausdruck. Der Sinn liegt in den mannigfaltigen Ausdrucksmöglichkeiten der Seelenpotentiale, des ALL WAS IST. Das Seelenpotential, ist also eine Art fluktuierender Energie, die sich Räume, Zeiten und erfahrungsfähige Einheiten erstellt. Innerhalb die-ser Dellen, Buchten erfährt sie sich als Individuum. Mit dieser Erklärung möchte ich euch keinesfalls einen neuen Gott, nämlich die Seele vorstellen. Alle Aspekte die im Zusammenspiel Realitäten erschaffen sind eine Einheit. Die Seele und alle Bewusstseinseinheiten sind weder Raum, noch Zeit, noch Materie verhaftet, und sind nicht einer line-aren Entwicklung unterworfen, obwohl sie sich derer bedienen.. Das ALL WAS IST erfährt sich selbst in der Viel-falt seiner Formen, nicht aber in einer Entwicklung oder einer linearen Bewegung von einem Punkt zum andern. Seele und Bewusstsein, in welchem Ausdruck auch immer, ist nicht getrennt. Da wir gerade von Geist und Seele sprechen, ihr verwechselt oft die Begriffe Seele, Psyche Geist und Verstand. Es gibt verschiedene Meinungen dar-über, was wer ist und welche Aufgaben ihnen zukommen. Ich werde an anderer Stelle darüber näher eingehen. (Die Bewusstseinsebenen des Selbst)
Nun wir beenden diese Sitzung. Ich wünsche ein befriedigendes Karma.

Möchte noch einen Gedankenanstoß hinzufügen. Warum nehmen wir an, dass wir immer nur Mist bauen und den dann aufarbeiten müssen? Kann es nicht auch so sein, dass wir zur Erfahrung eine harmonische Inkarnation wählen? Wir lernen doch an Beidem, oder nicht?

Liebe Grüße
Medium Anita